Ein neues Tabletop-Regelwerk, um den Amerikanischen Bürgerkrieg zu spielen

Spieltisch für das Tabletop-Spiel Color&Line Rebel Yell

Welche Idee hinter dem neuen Wargaming-Regelwerk steckt

Der Amerikanische Bürgerkrieg ist eine Epoche, die mich schon seit meiner Kindheit fasziniert hat. Wie es genau begann, ist mir heute nicht mehr klar. »Eingeschlichen« wahrscheinlich durch die Wild-West- und Indianerfilme aber auch durch das Unverständnis, warum es zwei amerikanische Armeen in einem Land gab – eine in Blau und eine in Grau. Optisch unterstützt durch Spielzeugsoldaten zog sich die Faszination dann durch Filme, Romane, historische Bücher bis sie schließlich im historischen Wargaming, des Sammelns von Miniaturen und Uniformbüchern landete.

Spielbericht von thrifles

Hier ein Spielbericht vom Blog thrifles.

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Erstes großes Testspiel

Vor drei Tagen fand die erste große Test-Schlacht mit mehr als 300 Soldaten statt und drei Divisionan auf beiden Seiten.

Der Antrieb, mich über die letzten Jahre der Entwicklung eines eigene Regelwerks zu widmen – welches den Amerikanischen Bürgerkrieg (ACW) abdeckt – war, dass es in meinen Augen kein passendes deutsches Regelwerk dafür gibt und ich sehr gerne eines gehabt hätte. Im englischsprachigem Raum gibt es einige, die meisten davon nicht für 28mm. Viele sind für Massenschlachten in kleinerem Maßstab ausgelegt. Wer 28mm spielen will muss die Systeme adaptieren, wenn er nicht tausende Miniaturen bemalen möchte. Ich habe zum Beispiel Regimental Fire & Jury gern gespielt; trotzdem muss man dort bei 28mm vieles ändern, damit es spielbar ist. Und u.a. fehlt ein Punktesystem, um ein freies gleichwertiges Spiel austragen zu können.

Das war ein Testspiel zu Regimental Fire&Fury, dass ich auf der Szenario 2016 angbeoten habe.

Amerikanischer Bürgerkrieg Wargaming

Daneben gibt es noch diverse geschichtlich Hybrid-Systeme, welche hauptsächlich die napoleonischen Kriege behandeln und den American Civil War eher am Rande abdecken. Was ich wollte, war ein Regelwerk, dass ausschließlich den Amerikanischen Bürgerkrieg behandelt – und das nicht nur optisch im Layout mit Bildern und Miniaturen, sondern auch spieltechnisch in den Regeln. Auch Nordstaaten und Südstaaten sollten sich unterscheiden, damit man einen Anreiz hat, die Armee nicht nur an Hand der farblichen Präferenz auszusuchen, wenn sie sich unterschiedlich spielen.

Historische Rank-and-file-Systeme haben ja oft einen Ruf, eher kompliziert, langwierig und verstaubt zu sein. Dazu kommt, dass man innovative Regelsysteme eher im Fantasy-Bereich anlegt oder als Skirmisch-System (ich denke da an Dead Man‘s Hand oder Mousquets & Tomahawks). Ich wollte ein Rank-and-File-ACW-Tabletop-Regelwerk haben, dass mehr Möglichkeiten in Strategie und Taktik bietet. Es sollte eine individuelle Ausrichtung der Armee möglich sein. Dazu ein Punktesystem, mit dem man unterschiedliche aber gleichwertige Armeen aufbauen kann, und individuelle Befehlshaber, die mit ihren Eigenschaften die Armee beeinflussen und das Blatt in der Schlacht so wenden können. Zusätzlich soll jeder Spieler die Möglichkeiten haben, sich eigene Einheiten zu erstellen, die man mit einem Punktesystem mit bestimmten Eigenschaften verbessern oder verändern kann. Und das alles mit dem Flair dieser speziellen historischen Epoche.

Dazu soll das Spiel nicht zu lange dauern. Die Regel sollen eher intuitiv sein, oder besser: logisch nachvollziehbar – das wird die Herausforderung.

Rohirrim