Vor drei Tagen hatte ich mit Oli das erste Testspiel, an dem alles teilnahm: Infanterie, Kavallerie, Artillery, Supply, Offiziere und Generäle.
Bisher hatte ich immer nur gegen einzelne Regimenter gespielt, um spezielle Regeln oder Situationen zu testen. Diesmal war es mit ca. 150 Mann auf jeder Seite schon ein größeres Spiel. Wir haben uns Zeit genommen, da Oli die Regel nicht kannte. Aber das war kein Problem, da er ein versierter Wargamer ist. Er nahm die Nordstaaten und hat mich überrannt. Und das, obwohl ich die Regeln hätte kennen müssen. Aber dass er gewonnen hat, spricht eigentlich für das Spiel.
Das allgemeine Gameplay hat erstaunlich gut geklappt. Befehlstest, Bewegen und Feuern haben gut und flüssig funktioniert. Ein Befehl statt zwei war ab und zu die größte Einschränkung. Generell gab es bei den Befehlen nur einmal mit meiner Kavallerie die Situation, dass ich den Test verpatzte (ich werde mal einen Bonus herausnehmen, damit die Möglichkeit steigt, den Test doch zu verfehlen).
Die Regeln für Artillerie haben überhaupt nicht gut funktioniert. Da muss ich komplett nachbesseren. Ich hatte Angst, dass die Artillerie zu mächtig ist, deshalb war ich im Regeldesign etwas vorsichtig. Jetzt ist sie sehr schwach.
Der Moraltest ist auch gelungen, wahrscheinlich kann man den aber noch verschärfen. Andererseits war aber die Möglichkeiten ein Regiment zu retten sehr gering. Die meisten Regimenter, die ungeordnet waren, kamen danach nicht mehr auf die Beine. Da es im Spiel keine Begrenzungen bei Verlustmarkern gibt, war die Regel der Offiziere zu Entfernung eines Verlustmarkers am Ende nur wie ein Tropfen auf einen heißen Stein. Kein Regiment konnte dadurch irgendwie gerettet werden. Hier muss man sicher auch nachbesseren. Und ein paar überflüssige kleinere Regeln hab ich noch herausgenommen, da sie nicht praxistauglich waren.
Fazit: erstmal große Erleichterung, dass alles auch im großen Maßstab spielbar ist. Einige Regeln wie »Munitionsmangel« und »Rebel Yell« haben wir vergessen. Aber das hat keine großen Auswirkungen auf das Resultat gehabt.
Die mittlere Frontlinie unseres Spiels: Man sieht unten schon die Verlustmarker bei den Südstaaten (trotz Mauer) und oben Olis massiver Frontaufbau.
Das Testspiel klingt sehr spannend und gut organisiert. Es ist beeindruckend, dass alle Einheiten wie Infanterie, Kavallerie und Artillerie beteiligt waren. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Truppen muss eine große Herausforderung gewesen sein. Wie wurde die Kommunikation zwischen den Offizieren und Generälen während des Spiels koordiniert?
Es gibt einen Befehlsradius: vom General zu den Divisionskommandanten und von Divisionskommandanten zur eigenen Division (also zu den dazugehörigen Regimentern). Die Offiziere können in diesem Befehlsradius Boni auf den Befehlstest und den Moraltest geben. Zusätzlich sind Offiziere eigene Charaktere, die mit ihren (unterschiedlichen) Fähigkeiten Einfluss auf das Geschehen haben können. So sollen sich die eigenen Armeen/Divisionen unterschiedlich taktisch spielen können.
Ciao, volevo sapere il tuo prezzo.
Non lo so ancora. Ma inizialmente sarà pubblicato solo in tedesco.